Warum lieben wir die Weihnachtszeit so sehr? Wegen einer schön dekorierten Wohnung, Lichterketten und Weihnachtsbäumen. Weil wir es lieben etwas zu schenken und beschenkt zu werden. Und weil es einfach eine märchenhafte Zeit ist! Aber auch deswegen, weil es am Weihnachtsfest etwas besonders leckeres zu Essen gibt!

Eigentlich achte ich das ganze Jahr extrem auf meine Ernährung. Zu meinem absoluten Lieblings-Essen gehören Avocados, Garnelen, Lachs und alle Arten von glutenfreiem Getreide. Aber nicht an Weihnachten! An Weihnachten schmeisse ich meinen Ernährungsplan über Bord und gönne mir alles, was ich mag. Manche Gerichte haben sich schon seit Jahren in meiner Weihnachtsküche etabliert, wie zum Beispiel Hirschbraten mit Butter-Birnen oder mein Lieblings-Dessert: Windbeutel mit Vanillecreme. In diesem Blogpost werde ich meine Weihnachts-Lieblings-Rezepte sammeln. Den Blogpost werde ich regelmäßig vervollständigen, so dass die Rezepte-Sammlung kontinuierlich wächst. Übrigens, alle diese Gerichte und Nachspeisen kann man natürlich auch außerhalb von Weihnachtzeit kochen. Das macht fast noch mehr Freude – sich ab und zu etwas Feines absolut grundlos zu gönnen!

Jetzt, zwei Tage nach Weihnachten, haben Kathi und ich wieder mal Windbeutel gebacken. Sie schmecken so lecker, dass wir einfach nicht aufhören können sie zu essen! Ich kenne Windbeutel noch aus meiner Kindheit – bei uns in der Familie hat man sie immer zu besonderen Anlässen gebacken. Die russische Küche war immer stark von der französischen geprägt. Und Windbeutel sollen die Erfindung von einem der berühmtesten französischen Köche – Marie-Antoine Carême sein.

WINDBEUTEL

Bevor ihr mit dem Lesen des Rezeptes beginnt, schaut euch die Windbeutel in meinen Stories an!

Zutaten

Für den Teig

Butter 100 gr
Eier 4 St.
Mehl 200 gr
Wasser 250 ml
Eine Prise Salz

Für die Vanillecreme

Eigelb 4 St
Zucker 200 gr
Mehl 50 gr
Milch 500 ml
Butter 70 gr
Eine Vanilleschote

Teig

Bringt in einem Topf 250 ml Wasser mit 100 gr Butter bei mittlerer Hitze zum Kochen. Unter Rühren mischt ihr 200 gr Mehl und eine Prise Salz ein. Reduziert die Hitze und knetet mit einem Holzlöffel den Teig ca. 10 Min. Dann macht ihr die Herdplatte aus und stellt den Topf ins kalte Wasser zum abkühlen.

Während der Teig kühlt, schlagt ihr 4 Eier mit dem Mixer. Und wenn der Teig abgekühlt ist, gießt ihr die Eier langsam unter ständigem Rühren in den Teig – so, dass der Teig sich mit den Eiern perfekt vermischt und zu einer glatten Masse wird.

Legt das Backblech mit dem Backpapier aus und buttert das Papier noch ein. Formt mit nassen Händen runde Knödelchen aus dem Teig, so groß wie eine Kinderfaust. Und legt sie mit größerem Anstand voneinander auf dem Blech aus. Backt sie im vorgeheiztem Ofen bei 200 Grad ca. 30-40 Minuten. Mein Ofen ist mega lahm, deswegen backe ich meine Windbeutel gute 40 Minuten. Und ganz ganz wichtig! MACHT NIEMALS DEN OFEN während des Backens auf! Sonst fallen die Windbeutel zusammen und ihr könnt die ganze Ladung wegschmeißen! Windbeutel sollten nach dem Backen goldfarben und kross sein, mit leerem Innenraum zum Füllen mit der Creme.

Vanillecreme

Schlagt 4 Eigelbe und 200 gr Zucker mit einem Mixer solange, bis der Zucker sich fast komplett auflöst. Mischt dazu 100 ml Milch und 50 gr Mehl. In einem etwas größeren Topf bringt ihr die restlichen 400 ml Milch zum Kochen. Und währen des Kochens gießt ihr ganz langsam die bereits gemixte Masse aus Eigelben, Zucker, Mehl und Milch dazu. Rührt ständig, damit in der Creme keine Klumpen entstehen. Legt eine Vanilleschote in die Creme und kocht unter ständigem Rühren noch weitere 10 Minuten.

Lasst die Creme abkühlen und schlagt mit dem Mixer 70 gr weiche Butter in die Creme, bis Butter und Creme sich komplett vermischen. Danach füllt ihr die Windbeutel mit einer Konditor-Spritze mit Creme. Ich verwende eine Konditor-Spritze mit dem dünnsten Aufsatz.

Windbeutel lassen sich bis zu 3 Tage im Kühlschank aufbewahren. Wenn ihr es schafft sie so lange aufzubewahren! Kathi und ich machen immer die doppelte Menge und vernichten alle Windbeutel innerhalb von 2 Tagen!

Und falls ihr eine andere Nachspeise backen möchtet, hier habe ich ein einfaches Rezept für französische Himbeertarte!

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