Heute geht es in meinem Blog nicht um Fashion oder Travel, sondern um ein anderes Thema – sich im eigenen Körper wohlfühlen. Was muss man dafür tun? Reicht es einfach einmal die Woche Sport zu machen? Oder vielleicht zweimal? Fühlt man sich dann wirklich wohl? Wie kriegt man schnell ein paar Kilos weg, ohne sich dabei im Fitnessstudio zu Tode zu trainieren? Wie kann man die eigene Ernährung optimieren, ohne dabei die Lebensqualität zu verlieren? Funktionieren Diäten wirklich oder machen sie keinen Sinn? Mit diesen Fragen habe ich mich lange beschäftigt und vieles ausprobiert. Es ist ein komplexes Thema. Ich habe viel Zeit damit verbracht, die Antworten auf alle diese Fragen zu finden. Und heute möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

Als erstes möchte ich euch gestehen, dass ich unglaublich sportfaul bin. Klar, denke ich mir jeden Tag, dass es gut wäre wieder mal ins Fitnessstudio zu gehen. Oft bleiben es aber nur Gedanken: mein Arbeitstag ist lang und dazu gibt es noch mein Kind und eine Menge alltägliche Sachen. Und es macht mir überhaupt keine Freude noch am Abend ins Fitnessstudio zu gehen, wenn ich schon total müde bin. Eigentlich gehe ich nur in Fitness, wenn ich relativ erholt bin und wirklich Zeit für Sport habe. Aber da das selten der Fall ist, musste ich mir alternative Wege suchen um in Form bleiben zu können. Und eines Tages kam ich zu der Erkenntnis, dass für das Wohlfühlen im eigenen Körper nicht Sport allein ausschlaggebend ist. Sondern…

WAS WIR ESSEN, IST ENTSCHEIDEND DAFÜR, OB WIR UNS IM EIGENEN KÖRPER WOHLFÜHLEN

Ich hatte beide Phasen in meinem Leben – manchmal habe ich mich im eigenen Körper wohlgefühlt, und manchmal gar nicht. Als Teenager war ich unglaublich dünn. Bei mir in der Schule, wo die meisten Mädels angefangen haben Kurven zu kriegen, war es überhaupt kein Vorteil so dünn zu sein. Sondern im Gegenteil – Kinder können sehr böse sein. Jahrelang habe ich täglich Bratkartoffeln mit allen möglichen Extras und andere kalorienhaltige Sachen gegessen um etwas zuzunehmen und es hat überhaupt nichts gebracht. Dafür aber später, als ich im Erwachsenenalter ein Kind bekommen habe, ging es in die andere Richtung: ich hatte plötzlich zu viele Kilos. Ich habe angefangen viel Sport zu machen und habe auf alles verzichtet, was mehr Kalorien hat als eine Essiggurke. Nach einer gewissen Zeit war ich tatsächlich wieder in der alten Form, aber glücklich war ich überhaupt nicht. Sogar sehr unglücklich – ich hatte ständig Hunger und war schlecht drauf. Und dann ist mir klar geworden, dass die gewünschte Kilozahl auf der Waage nicht unbedingt glücklich macht.

Ich steckte in einem Dilemma: einerseits wollte ich wieder so sein wie in den alten Zeiten. Andererseits hat mich das tägliche Kalorienzählen und Training bis zum Umfallen verrückt gemacht. In der Zeit, wo ich das gemacht habe, war schlechte Laune mein ständiger Begleiter. Was auch kein Wunder ist: Fett, Zucker und Kohlehydrate stimulieren die Produktion von Serotonin, welches uns glücklich macht. Am Tage habe ich darauf sehr geachtet, was ich esse, aber abends konnte ich mich nicht mehr zusammenreißen und hatte richtige Heißhungerattacken. Es war nicht richtig und ich musste meine Strategie überdenken. Und dann ist mir klar geworden, dass…

DIÄTEN FUNKTIONIEREN NICHT

Weil jede Diät den Verzicht auf etwas bedeutet. Und wo es einen Verzicht gibt, entsteht auch ein Kompensationsbedürfnis. Und so pendelte es bei mir ständig hin und her – ich habe ein paar Kilo verloren, und dann wieder ein paar Kilo zugenommen. Am Tage habe ich nur Salat gegessen und am Abend Süßes und Kalorienhaltiges. Wenig produktiv und sehr frustrierend. Bis ich eines Tages diese unsinnige Strategie aufgegeben habe und habe angefangen auf die Bedürfnisse meines Körpers zu hören. Und mir auch die Fragen zu stellen: möchte ich dieses Stück Kuchen wirklich essen oder bin ich nur traurig oder stehe unter Druck? Ich habe gemerkt, dass der Genuss etwas Kalorienhaltiges oder Süßes zu essen nur sehr kurz ist. Was danach bleibt ist ein schlechtes Gewissen und ein Gefühl, dass ich wieder etwas Falsches gegessen habe.

Eines Tages habe ich die Entscheidung getroffen meine Ernährung umzustellen. Natürlich war es nicht leicht die Essgewohnheiten von einem Tag auf den anderen zu ändern. Ich habe mir genau überlegt welche Produkte für mich gut sind und welche nicht. Ich habe eine Strategie entwickelt, wie ich gesünder leben kann und damit mich im eigenen Körper wohlfühlen. Es ging für mich gar nicht so sehr um Abnehmen, sonder gesünder zu leben. Wenn der Körper gesund ist, normalisieren sich viele Prozesse und Gewicht normalisiert sich auch von allein. Sogar das Immunsystem kann dadurch besser funktionieren. Ich lebe so schon seit drei Jahren und bin wirklich glücklich. Davor war es eine lange Suche nach dem Gleichgewicht, aber es hat sich gelohnt.

SICH IN EIGENEM KÖRPER WOHLFÜHLEN: MEINE 10 REGELN

1. OBST STATT ZUCKER

Zucker in jeder Form gehört nicht auf meinen Speiseplan. Es gibt viele Produkte, bei welchen bei der Herstellung Zucker hinzugefügt wird – so schmecken sie besser und werden öfter gekauft. Letztens habe ich sogar im Zwieback Zucker gefunden und das Päckchen wieder zurück ins Regal gelegt. Marmeladen, Softdrinks und alle Arten von Süßigkeiten sind richtige Zuckerbomben. Alternative: wenn ich Lust auf etwas Süßes habe, esse ich Obst oder Schokolade mit sehr hohem Kakaoanteil aus dem Biomarkt.

2. MIT GLUTEN KÖNNTE MAN TAPETEN KLEBEN

Um die Bäckerei mache ich einen großen Bogen, das fällt mir aber nicht leicht. Denn gerade Weizenbrot oder eine Ausgezogene mit viel Zucker mag ich am allerliebsten! Das Problem beim Weizen ist Gluten. Heutige Weizensorten sind so überzüchtet, dass ungefähr die Hälfte vom Mehl aus Gluten besteht, und Gluten ist so eine Art Kleister. Gluten schwächt das Immunsystem enorm, weil das Immunsystem hauptsächlich damit beschäftigt ist das Gluten abzubauen, statt sich auf Krankheitserreger zu konzentrieren. Alternative: Glutenfreie Produkte – mein leckeres glutenfreies Brot backe ich selber zuhause im Brotbackautomat. Meine Tartes aus glutenfreiem Mehl sind auch mega lecker!

3. PASTA UND BROT NUR AUS VOLLKORNMEHL

Wenn es geht esse ich Pasta und Brot nur aus Vollkornmehl. Produkte aus geschliffenen Körnern führen zu einem schnelleren Anstieg des Blutzuckerspiegels und beschleunigen damit die Anlagerung von Körperfett. Dagegen werden Vollkornprodukte vom Körper langsamer aufgenommen und sorgen damit auch für das länger anhaltende Gefühl satt zu sein. Übrigens brauner Reis ist auch besser, als weißer aus demselben Grund.

4. NICHT ALLES ESSEN, WAS VERKAUFT WIRD

Früher habe ich im Supermarkt alles in den Einkaufswagen reingeworfen, was mir gefallen hat und damit ging der Einkauf super schnell. Heute brauche ich viel mehr Zeit zum Einkaufen. Warum? Weil ich lese, aus welchen Zutaten die Produkte hergestellt sind. Man sollte wirklich nicht alles essen, was verkauft wird. Getrockneten Aprikosen werden oft mit Schwefeldioxid bearbeitet – Schwefeldioxid ist in Wikipedia als giftiges Gas gekennzeichnet. Vom geräucherten Lachs aus Aquakulturen sollte man auch die Finger lassen – gezüchtete Lachse leben in Massentierhaltung und werden reichlich mit Antibiotika versorgt. Alternative: Pasta-Soßen aus dem Biomarkt oder Lachs aus Wildfang.

5. IN DEN RESTAURANTS NUR CLEAN FOOD BESTELLEN

Das sind Steaks, etwas vom Grill, Antipasti, Sushi und Ähnliches. Etwas, was einfach zubereitet wird und wo üblicherweise keine Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder Glutamat verwendet werden. Wenn ihr die Pasta-Soße nicht selbst gekocht habt, wisst ihr auch nicht, aus welchen Zutaten sie zubereitet ist.

6. WENN MÖGLICH NUR BIO EINKAUFEN

Ich weiß, es klingt fast schon versnobt, aber es lohnt sich wirklich alles oder fast alles im Biomarkt zu kaufen. Ich finde es ganz schon absurd, dass um „saubere“ Lebensmittel zu finden, man erst zum Biomarkt laufen muss. In meiner Kindheit war alles Bio, weil es noch keine Gentechnik und keine wachstumsfördernde Chemie beim Anbau verwendet wurde. Übrigens, der Preisunterschied zu den nicht-Bio Produkten ist nicht so groß, wie es gerne erzählt wird. Einzelne Biomärkte sind günstiger als Biomarkt-Ketten. Und noch eine gute Alternative: Bauernmärkte. Ich liebe Bauernmärkte! Es ist viel persönlicher und viel netter dort einzukaufen, als in einem riesigen Supermarkt.

7. NACH NATURPRINZIP ESSEN

Grundsätzlich esse ich alles, was mehr oder weniger in der Natur vorhanden ist. Beziehungsweise was ich mir kochen könnte, wenn ich in der Wildnis nur mit einem Messer und einer Pfanne leben würde.  So kann ich unterscheiden, ob etwas für mich gut ist oder nicht. Einfache Gerichte aus Gemüse, Steak oder Rindercarpaccio könnte ich mir auch in der Wildnis zubereiten. Dagegen Soße Hollandaise, Majonäse oder Sahnekuchen – ganz unmöglich.

8. KLEINE SÜNDEN MACHEN GROSSEN SPASS

Die Regeln 1 bis 7 könnt ihr manchmal einfach über Bord werfen. Ja, genauso meine ich das! Wenn man strickt nach Regeln lebt, macht man sich nur verrückt. Weil wir alle Menschen sind und manchmal auch ein Stück Kuchen brauchen. Für mich war es am Anfang schwierig zu unterscheiden, wo ich mit leckeren, aber ungesunden Sachen aufhöre und anfange mich wieder gesund zu ernähren. Deswegen habe ich mir Folgendes überlegt: von Montag bis Freitag esse ich möglichst gesund, und 2 Tage am Wochenende halte ich mich überhaupt nicht daran. Ich esse alles auf was ich Lust habe. Das hilft mir alle meine heiß geliebten ungesunden Sachen nicht überdimensional zu vermissen. Und außerdem, wenn man überwiegend gesund isst, macht es auch nicht viel aus.

9. SCHMEISST EURE WAAGE WEG

Eine Waage stresst mich enorm. Und wenn ich gestresst bin, esse ich auch aus Frustration noch mehr. Das ist nicht zielführend, stimmt’s? Vor allem wenn ihr auch noch Sport macht, wächst eure Muskelmaße. Sie ist viel schwerer als Körperfett, deswegen hat man oft das Gefühl im Training, dass man kein Gewicht verliert, sondern zunimmt. Also weg mit der Waage!

10. LERNT EUCH ZU AKZEPTIEREN

Das ist einer der wichtigsten Punkte. Wenn wir seelisch im Gleichgewicht sind, läuft sogar unser Stoffwechsel besser. Das ist natürlich eine reine Vermutung, aber meine Erfahrung sagt, dass es wirklich so ist. Wenn man mit allem zufrieden ist, entspannt sich der Körper, es entsteht kein Frustrationspotential und man findet fiel schneller zum eigentlichen Ziel – sich im eigenen Körper wohler zu fühlen.

Wenn ihr auch Ideen habt, wie man schneller zum eigenen Wohlgefühl findet,
schreibt es mir in die Kommentare!

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