Positano – eine der schönsten Locations Europas, kannte ich bisher nur auf Bildern aus Instagram. Und obwohl ich immer schon dahin wollte, haben wir meistens unsere Sommerferien in Frankreich oder in Griechenland verbracht. Und im Winter nach Portugal, um dem kalten Münchner Winter zu entkommen. Von Italien kannte ich eigentlich nur Verona, Florenz, Mailand und die Toscana. Aber überraschenderweise ist 2019 für uns ein sehr italienisches Jahr geworden: im März haben Errol und ich einen Roadtrip durch Westsizilien gemacht. Und im Sommer haben wir uns entschieden nach Süditalien zu fliegen um durch Kampanien und Apulien zu reisen.

Nach Positano sind wir direkt nach unserer Ankunft in Neapel gefahren. Zum ersten Mal habe ich live die Amalfiküste gesehen und fand sie absolut wunderschön. Das ist eine echte Perle der Amalfiküste! Eigentlich ist die gesamte Küste einfach ein Traum: sie besteht aus kleinen Buchten, wunderschöner Berglandschaft und vielen weißen Häuschen. Malerisch schöne Serpentinen, leuchtend blaues Wasser und viele weiße Yachten machen diese Gegend charmant und romantisch. Wir haben uns das Hotel nicht direkt in Positano, sondern in einem von den Orten ganz in der Nähe gebucht – in Praiano, nur 8 km von Positano entfernt. Und obwohl beide Orte nur ein paar km trennen, haben wir jedes mal mehr als eine Stunde gebraucht, um von Praiano nach Positano zu kommen. Alle Orte der Amalfiküste verbindet eine einzige Landstraße, die dem Meer entlang läuft. Seitdem man sie gebaut hat, wurde sie wahrscheinlich kein einziges Mal modernisiert. Sie ist heute noch immer extrem schmal. In der Hauptsaison besteht der gesamte Verkehr in beiden Richtungen aus Stau. Touristen laufen über die Straße kreuz und quer, riesige Reisebusse versuchen sich in den engen Strassen durchzuquetschen – hier herrscht einfach ein typisches Hauptsaison-Chaos! Wir haben so lange gebraucht um mit dem Auto von einem Ort zu dem anderen zu kommen, dass ich vermute – zu Fuß wären wir schneller gewesen.

Wenn den Ort in der Hauptsaison besuchen möchte, sollte man noch eine Besonderheit berücksichtigen: die Parkplätze. Beziehungsweise, dass es in Positano keine Parkplätze gibt. Wir hatten keine Ahnung davon, deswegen sind wir blauäugig mit unserem Auto einfach nach Positano gefahren. Und hatten Anfängerglück – sofort war ein freier Parkplatz da! Positano ist sehr klein, dort gibt es eigentlich keine Straßen, sondern nur kleine verwinkelte Gassen. Die einzige befahrbare Straße umrandet den Ort und ist dazu auch noch eine Einbahnstraße. Um in die Ortsmitte zu kommen, sind wir über tausende Stufen in die Mitte von Positano spaziert. Nach dieser Tour habe ich noch eine Woche lang einen großen Bogen um alle Treppen gemacht. Aber um Positano zu sehen hat es sich gelohnt!

Wir sind von unserem Parkplatz direkt zum Strand Spiaggia Grande gegangen, an den vielen Boutiquen mit Fashion, Accessoires und Keramik vorbei. Alles, was man in Positano kaufen kann, ist bunt, sehr italienisch und macht Laune es zu kaufen. Ich hätte gerne einiges aus diesen Läden mitgenommen, aber nur der Gedanke, dass ich das alles zurück zum Auto hoch tragen muss, hat mich davon abgehalten.

Positano kam mir absolut magisch vor – der Ort ist voll mit bildschönen Cafés und Restaurants mit Ausblick aufs Meer, überall sind kleine schöne Läden, es riecht nach Gebäck und Croissants. Wir sind durch den ganzen Ort gegangen und haben am anderen Ende in einem Restaurant mit dem atemberaubendesten Ausblick aller Zeiten zu Abend gegessen. Und als es dunkel geworden ist und überall die Lichter angegangen sind, hat Positano sich in ein leuchtendes Märchen verwandelt!

Danach fand ich es natürlich schade wieder weg zu fahren, aber es war schon spät und wie mussten noch die ganzen Bergserpentinen zurück nach Praiano fahren. Wir sind zurück zum Auto gegangen und sind alle 10 Meter stehen geblieben um die leuchtende Stadt und die Yachten in der Bucht zu sehen. Aber zu meiner riesigen Freude bin ich nochmal zurück nach Positano gekommen. Errol hat ein Motorboot gemietet um nach Capri zu fahren. Und nachdem wir uns Capri angeschaut haben, sind wir mit Vollgas über die Wellen nach Positano gefahren. Zum zweiten Mal habe ich Positano gesehen, dieses mal vom Meer. Ich könnte so ewig da sitzen, mich von den Wellen schaukeln lassen und den märchenhaft schönen Sonnenuntergang in Positano anschauen. Eines Tages komme ich zurück, ich bin mir ziemlich sicher!

Wart ihr schon mal in Positano? Hat‘s euch gefallen? Oder würdet ihr es gerne sehen?

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