Eine Märchenwelt, die wirklich existiert – das ist der Palacio Nacional da Pena in der portugiesischen Stadt Sintra. Stellt euch vor: ein Konditor ist verrückt geworden und hat eine Torte gemacht, die aus absolut unterschiedlichen Kuchenstücken besteht: ein Teil ist von einer Schwarzwälder Torte, der andere Teil von einem Obstkuchen, noch ein weiterer Teil vom Marmorkuchen usw. Und dekoriert ist das alles noch mit Meringen und Macarons. So wird euch auch der Palacio Nacional da Pena vorkommen, wenn ihr ihn zum ersten mal seht: bunt, prächtig, romantisch, märchenhaft und ein wenig crazy. Eine Mischung aus unterschiedlichsten Stilen und Epochen. Hier findet ihr Neorenaissance, Neogotik, maurische Bauelemente, Barock und Rokoko. Kein Wunder, dass der Palacio Nacional und auch andere Paläste Sintras von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden: Der Pena Palace ist tatsächlich einmalig!

BLOSS NICHT INS MUSEUM!

Eigentlich gehöre ich nicht zu den Menschen, die auf einer Reise zuallererst ins Museum rennen oder erstmal alle Sehenswürdigkeiten im Umkreis von 100 km anschauen. Um die Sehenswürdigkeiten mache ich meistens einen großen Bogen, um den Menschenmassen zu entkommen. Und auch weil ich die Natur, schöne Landschaften und große Strände viel lieber mag, als von Touristen überfüllte Orte. Und um die Museen mache ich einen noch größeren Bogen, weil mich dort meistens totale Müdigkeit überfällt: ich fange an zu gähnen, kriege plötzlich Hunger, Durst und denke an die sonnigen Cafes in der Stadt, wo ich gerade sitzen könnte. Ich finde, wenn man die Atmosphäre und die Kultur eines Ortes oder Landes erfahren und erspüren möchte, sollte man auf die Straßen gehen, in die Cafes und Restaurants, aber nicht in die Museen.

Deswegen stand der Palacio Nacional bei mir erstmal nicht auf der Prioritätenliste. Ausserdem lebe ich in Deutschland und das ist das Land der märchenhaftesten Schlösser auf der ganzen Welt. Was will man noch sehen, wenn man in Deutschland die schönsten und die ultimativsten Schlösser aller Zeiten gesehen hat? So dachte ich, bis ich mir am Guincho Strand die Bilder vom Palacio Nacional da Pena im Handy angeschaut habe. Dann wollte ich unbedingt zum Schloss fahren um das zu sehen! Wir haben den Vormittag am Strand in Cascais verbracht und sind am Nachmittag nach Sintra gefahren. Und als ich vorm Palacio stand, konnte ich meinen Augen erst mal nicht glauben, ich dachte ich bin entweder an einem Drehort in Hollywood oder in Disneyland! Als hier noch portugiesische Monarchen gelebt haben, war das Schloss allerdings nicht bunt, sondern grau. Erst im Laufe der Restaurierung Ende des 20. Jahrhunderts hat der Palacio seine bunten Farben bekommen, worüber sich die Lissabonner ziemlich aufgeregt haben sollen.

PALACIO NACIONAL DA PENA – EINE KÖNIGLICHE INSPIRATION

Ich war ziemlich überrascht, aber das Schloss, die Gärten und auch die Kassen, wo wir die Tickets geholt haben, waren von Touristen nicht überfüllt – im Gegenteil zum Schloss Neuschwanstein. Das wollte ich auch einmal sehen, musste aber umdrehen und zurück nach München fahren, weil die Menschenmengen an der Kasse so unbeschreiblich gross waren, dass ich wahrscheinlich für zwei Tage ein Zelt hätte aufschlagen müssen, um die Tickets zu bekommen. Ach übrigens – der Palacio Nacional da Pena war auch Inspiration für unseren bayerischen König Ludwig für den Bau von Schloss Neuschwanstein. Und sogar den russischen Millionär Morozov hat der Palacio inspiriert, der 1840 ein ähnliches Schloss in Moskau bauen lies.

Was ich aber schade fand – dass wir so wenig Zeit für das märchenhafte Schloss hatten. Eigentlich sollte man  gleich morgens nach der Öffnung kommen, wenn das Schloss und die Gärten noch ganz leer sind. Und hier den ganzen Tag verbringen, um alles in Ruhe anschauen zu können. Bei uns war alles viel zu schnell, aber das nächste mal möchte ich länger dieses portugiesische Märchen geniessen und unbedingt noch andere Paläste Sintras sehen.

Schaut ihr euch gerne Schlösser und Burgen an?

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