Für viele, die ohne Reisen nicht leben können, ist ein digitaler Nomade zu werden ein Traumziel. Und wenn ich es könnte, würde ich sofort meine Koffer packen, jemanden den Wohnungsschlüssel übergeben und sofort losfahren auf eine endlose Reise. Alles, was ich dabei brauche wäre dann ein Koffer mit Kleidung, mein Notebook, eine Drohne, ein extra Koffer mit Speicherplatten und Powerbanks mit Solarakkus, damit ich auch in der Wüste arbeiten kann. Um für längere Zeit verreisen zu können, müssen wir noch mindestens eineinhalb Jahre warten bis Kathi mit der Schule fertig ist. Und bis es soweit ist, testen Errol und ich das Leben eines digitalen Nomaden auf unseren eher kurz gehaltenen Reisen. Wie ist es ständig unterwegs zu sein und zu arbeiten und was sind die Vor- und Nachteile von so einem Leben?

Errol und ich sind obsessive Traveller. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir beide das Nomaden-Gen in uns tragen, falls es das geben sollte. Wir versuchen so oft zu verreisen, wie es nur geht. Früher waren wir eine Familie von vielen: Arbeit, Zuhause, Kind, Urlaub am Meer einmal im Jahr. Aber im Laufe der Jahre ist unsere Reise-Frequenz immer weiter gestiegen. Und als wir unsere Reisen vom letzten Jahr zusammengezählt haben, haben wir festgestellt, dass es in einem Jahr mehr Reisen geworden sind, als in den gesamten letzten zehn Jahren.

Das gesamte letzte Jahr habe ich aus dem Koffer gelebt: wir waren kurz zuhause und dann wieder weg. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich am Flughafen lebe. So habe ich eine absolut neue Seite des Lebens für mich entdeckt: ständig unterwegs zu sein, E-Mails am Flughafen zu beantworten, im Flieger Texte zu schreiben und Fotos in den Hotels zu bearbeiten. Es wundert mich nicht, dass die Anzahl von digitalen Nomaden jährlich wächst – heute braucht man dafür nur das Notebook und einen Internet Zugang. Die, die es wollen, haben heute viele Möglichkeiten sich ein mobiles und ortsunabhängiges Leben einzurichten.

Wir haben angefangen das Leben von digitalen Nomaden in unseren Reisen zu testen. Und obwohl es eine ganz neue Leben- und Arbeitsweise für uns war, haben wir viele Vorteile für uns entdeckt:

Erstens bietet das Leben mehr Abwechslung. Es gibt Menschen, denen reicht es einmal im Jahr zu verreisen, um zufrieden zu sein. Mein mentaler Metabolismus verlangt nach ständigem Wechsel und neuen Erlebnissen, so funktioniere ich am effektivsten. Wahrscheinlich geht es so den meisten Kreativen: Kreativität braucht Nährstoff, und in meinem Fall sind es Reisen.

Dann bietet sich damit auch die Möglichkeit sich ein Land mit angenehmerem Klima zu finden. Letztes Jahr haben wir den Sommer an der Cote d’Azur verbracht und ich habe mich megamäßig auf das heisse Klima und das Meer gefreut. Im Gegenteil zu meinem festen Wohnsitz in München – das kalte, nasse Klima mit ständig wechselndem Wetter vertrage ich überhaupt nicht.

Noch ein Vorteil ist natürlich die Möglichkeit die Welt zu sehen. Ich möchte damit nicht warten bis ich in Rente gehe. Mein Beruf als Content Creator ermöglicht mir mit dem Notebook von überall zu arbeiten. Hauptsache ich habe überall Internet und eine Steckdose für mein Notebook und meine Kamera.

Und ausserdem ist es eine wunderbare Möglichkeit neue Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen. Überall auf unseren Reisen haben wir sehr schnell Menschen kennengelernt und trotz der unterschiedlichen Mentalität und Sprache gemeinsame Themen gefunden. Ich mag auch wahnsinnig gerne, wenn ich eine Ort öfter besuche und ein Kellner oder Einheimischer erinnert sich an mich – zum Beispiel, wenn ich meine Lieblingsstädte wieder besuche. Das gibt mir das Gefühl überall zuhause zu sein. Es ist einfach eine schöne Vorstellung, dass die ganze Welt für mich offen ist wie ein großes Haus. Und ich kann mir dort meinen Lieblingsplatz suchen, oder sogar mehrere.

Eigentlich haben wir in unserer Testphase nur Vorteile des digitalen Nomaden-Lebens gefunden. Unabhängig davon, ob es kurze oder längere Reisen über mehrere Wochen waren, und wie intensiv wir dabei gearbeitet haben. Meistens haben wir am Vormittag E-Mails beantwortet, Telefonate erledigt, Content-Pläne erstellt und Bilder bearbeitet. Und Nachmittags zu den Locations gefahren, geshootet und danach zum Strand gegangen oder einfach gechillt. Klar, selbst in der Freizeit hatte ich tausende Dinge im Kopf: Shooting für morgen, neuen Content-Plan für den Blog, Themen für neue Texte, Kommunikation in meinen Social Media Accounts. Oft nach so einem langen Tag dann spät am Abend, wenn wir in unserem provisorischen „Zuhause“ wieder angekommen sind, habe ich noch für die Shootings von morgen Kleider gebügelt und Looks zusammengestellt. Oft lief Arbeit und Freizeit parallel oder haben sich total vermischt, aber es hat uns nicht strapaziert. Ganz im Gegenteil, zum ersten mal in meinem Leben kam mir meine Arbeit nicht wie Arbeit vor, sondern als Teil von einem neuen großen Abenteuer.

Über die Nachteile von einem Leben als digitaler Nomade habe ich auch viel gehört und gelesen. Dass es nicht einfach ist sich zu strukturieren, wenn alle am Strand sind und du dann E-Mails beantworten und Texte schreiben musst. Oder dass der Freundeskreis fehlt, wenn man ständig unterwegs ist. Wie es sich für uns anfühlt, werden wir später sehen. Ich möchte es selbst erleben, um mir eine Meinung über die Nachteile bilden zu können.

Könntet ihr so alles stehen und liegen lassen
um auf eine endlose Reise zu gehen?

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