Alles dreht sich um Weihnachten. Eigentlich kommt mir die Welt gerade ein wenig verrückt vor: Weihnachten rückt näher, das Lebenstempo nimmt rasant an Geschwindigkeit zu. Da frage ich mich, wie soll man an Heiligabend entspannt sein, wenn in der letzten Woche noch die Deadlines brennen? Ist es möglich nach dieser Hast, die aus Projekten, Einkäufen, Geschenke-Besorgen, Vorbereitungen zum Fest besteht – und hey, es gibt mich auch noch – ist es möglich nach all dem, Punkt 18 Uhr, entspannt wie Buddha unter dem Weihnachtsbaum sitzen? Ist das wirklich die schönste Zeit im Jahr?

Ja, das ist sie. Oder, es war sie – als ich klein war, zum Beispiel. Allein der Weihnachtsbaum hat mich unendlich begeistert. Alles um Weihnachten herum – Baum schmücken, Weihnachtsmärchen lesen, festliches Essen und natürlich die Geschenke – das hat die Weihnachtstage zur schönsten Zeit im Jahr gemacht. Für alle Kleinigkeiten, die Weihnachten begleiten, hatte ich das Wichtigste überhaupt – Zeit. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich – damals ein kleines Mädchen – eine Viertelstunde lang mit stark klopfendem Herzen vor dem Schaufenster mit Weihnachtsschmuck stand. Magnetisiert von Glitzer und der Farbenpracht der Weihnachtskugeln. Oder wie ich stundenlang selig den Baum geschmückt habe. Abgesehen davon, dass allein wegen der damals kleinen Körpergröße alles etwas länger gedauert hat.😊 Verliert man das alles nur weil man erwachsen wird?

Es liegt also an der Zeit, die uns nicht mehr zur Verfügung steht. Wie ich schon im Blogpost über das schöne Nichtstun geschrieben habe – die Zeit vergeht immer schneller. Was natürlich auch an einer enormen Anzahl der Aufgaben liegt. Vergleichsweise zum Kindesalter. Erwachsen sein hat ohne Zweifel viele Vorteile, aber dafür auch eine Menge Verantwortung. Um Beruf, Familie und Zeit für sich im Alltag unter einen Hut zu kriegen, braucht man heutzutage Top-Manager Qualitäten. Und dann kommt noch Weihnachten, als ob es nicht genug zu tun gäbe. Mein Kind will das eine, mein Mann das andere, meine zwei Kater wünschen sich ganz laut auch ständig etwas. Und ich persönlich will das, was zu keinen von deren Wünschen passt. Ich möchte wieder ein wenig Kind sein. Eine ganze Viertelstunde vor dem Schaufenster mit Weihnachtskugeln stehen. Und danach ganz gelassen und ohne Eile den Baum schmücken.

Die schönste Zeit im Jahr kommt, wenn man Zeit für sich nimmt.

Und genau das habe ich einfach gemacht! Die tägliche Aufgaben-Liste ist endlos, aber manchmal muss man sie gehörig kürzen. Manche Dinge lasse ich jetzt einfach liegen. Erstaunlicherweise lösen sie sich manchmal von selbst. Manches schiebe ich auf einen späteren Zeitpunkt. Der Staub oben auf den Schränken wird nicht gewischt, da sieht ihn auch keiner. Der Strafzettel in meinem Auto bleibt liegen, darum kann ich mich auch nach Weihnachten kümmern. Mein Kind kann sich mittlerweile selbst gut beschäftigen. Mein Mann auch, hoffe ich. Die Kater können auch etwas warten, sie müssen nicht stündlich gefüttert werden – obwohl sie anderer Meinung sind.

Wie in meiner Kindheit habe ich mir Zeit genommen: Ich habe die Kiste mit dem Weihnachtsschmuck aus dem Keller geholt. Habe neue vergoldete Tannenzapfen gekauft, nachdem ich sie mir eine Viertelstunde lang angeschaut habe. Sogar die roten Weihnachtsglöckchen, ziemlich genau solche wie ich sie als Kind hatte, habe ich beim letzten Schaufensterbummeln gekauft. Und wisst ihr was? Die ganze weihnachtliche Magie ist zurück gekommen. Ich war nicht mehr eine beruflich selbständige Frau, Mutter eines Kindes und zweier Kater, Frau meines Mannes. Ich war wieder ich. Frei und glücklich wie ein Kind. Es war wieder die schönste Zeit im Jahr.

La Blonde Blog Weihnachten ist die schönste Zeit im Jahr

Weihnachtsschmuck und die schönste Zeit im Jahr La Blonde Blog

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