Als ich diesen Artikel noch in Gedanken skizzierte, kam mir sofort der Titel in Sinn: Der einfachste Weg glücklich zu werden. Ja, genau, so soll er heißen. Weil ich genau weiss, wie man glücklich wird. Und natürlich habe ich auch vor, mein Glücksrezept mit euch zu teilen.

Fangen wir an? Also das wäre eine Möglichkeit: schafft euch bloß keine Haustiere, und schon gar keine Katzen. Sie machen Dreck, haaren wie wahnsinnig, zerkratzen eure Möbel – und das ist noch lange nicht alles, was sie an Schaden anrichten können. Schafft euch überhaupt nichts an, was nach Arbeit und Verantwortung aussieht. Keine Familie, keine Freunde, keine Kinder und nicht mal eine Zimmerpflanze. Nur wenn man all diesen Schädlingen den Zugang zum eigenen Leben verweigert, lebt man glücklich. Glücklich in einer sauberen Welt, wo nichts durcheinander kommt, wo keiner eure Pläne ruiniert, eure Sachen beschädigt und eure Ruhe zerstört. Eine perfekte Welt. Aber auch sehr einsam. Weil Perfektion und Einsamkeit oft in einem Paket geliefert werden.

Das alles klingt nicht sehr verlockend und schon gar nicht nach einem glücklichen Leben, stimmt’s? Finde ich auch. Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Glücklich macht das, was vier weiche Pfötchen hat, haart und allen möglichen Schaden anrichtet. Trotz allem habe ich meine beiden Kater unendlich lieb.

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Wenn es nach Logik ginge, würde kein Mensch bei gesundem Verstand eine Katze ins Haus lassen. Schon gar nicht zwei. Eine Katze ist zwar ein charmantes, aber ein ewig hungriges, schlitzohriges Monstrum, welches nur aufs eigene Wohl bedacht ist und seinen Spass vor allem aus der Schadenfreude bezieht. Obwohl in der Gebrauchsanleitung zu meinen zwei Russisch-Blau Katern stand, dass sie nur wenig haaren, wechseln sie ihr Fell rund um das ganze Jahr. Und das beide gleichzeitig! Die Polstermöbel-Zerstörung ist auch ein absoluter Klassiker! Ich habe für die zwei einen Designer-Kratzbaum zum Preis von einem gebrauchten Kleinwagen besorgt. Und trotzdem benutzen die Kater genussvoll die Wohnzimmercouch um ihre Krallen zu schärfen. Und das lässt sich leider mit den beiden nur schwer diskutieren!

KANN EIN EWIG HUNGRIGES, SCHLITZOHRIGES MONSTRUM MIT VIER PFÖTCHEN GLÜCKLICH MACHEN?

Nachts, wenn ich nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach in Ruhe schlafen möchte, machen sie ihre Wettrennen. Habt ihr schon mal zwei wohlernährte Kater beim Rennen in der nächtlichen Stille miterlebt? Katzen können recht graziös wirken, es ist aber eine optische Täuschung. Nachts trampeln sie wie die Elefanten beim Waldbrand in der Savanne. Sie warten extra, bis alle im Haus eingeschlafen sind. Erst dann rennen sie los und spielen Fangen. Und wenn ich die Tür zu meinem Schlafzimmer zumache, um ein wenig schlafen zu können und am nächsten Morgen nicht wie Frankenstein auszusehen, schreien die beiden vor der Schlafzimmertür, weil sie gerade eine Stoffmaus gefangen haben und unbedingt wollen, dass ich ihre Freude mit ihnen teile. Nochmal stelle ich die Frage, ob ein Mensch bei gesundem Verstand sich das alles antun möchte?

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Die Antwort ist – ja. Weil die schönen Seiten des Zusammenseins mit einem Tier viel größer sind, als alle diese Umstände. Wenn ich nach Hause komme, bin ich nie allein. Es ist ein schönes Gefühl nach Hause zu kommen, wo jemand auf einen wartet. Ich wache auch nie allein auf. Ich bin überhaupt nie mehr allein. Meine Kater begleiten mich überall in der Wohnung. Wenn ich einen Blogpost schreibe, versucht einer sich auf die Tastatur zu legen. Jedes Mal wenn ich koche, kommen sie mit in die Küche. Wenn ich fotografiere, legt sich einer gerne auf den Fototisch. Sie lieben es mir beim Schminken oder Haare Föhnen zuzuschauen.

KATZEN BRINGEN UNS WIEDER ZU DEM, WAS WIR OFT IM ALLTAG VERLIEREN – ZUR RUHE UND ZU SICH SELBST

Katzen sind die besten Zuhörer. Wie oft habe ich schon meine Sorgen einem der Kater anvertraut. Er hört immer gerne zu, gibt keine unsinnige Ratschläge und sagt nicht, dass ich mir alles nur eingebildet habe. Und auch in den schlaflosen Nächten, wenn mir tausende Gedanken durch den Kopf gegangen sind, haben die beiden Kater mich oft in den Schlaf geschnurrt. Sie reden auch mit mir. Ich verstehe zwar kein Wort und bin mir gar nicht sicher, ob sie mich verstehen. Aber an Konversationen mangelt es uns nicht.

Das Leben mit Katzen bringt eine unglaubliche Ruhe mit sich. Ich lebe schon lange in der Großstadt und bin wie alle hier der Hektik, dem Termindruck und dem alltäglichen Stress ausgesetzt. Und wenn ich nach Hause komme, wirken beide Kater auf mich wie eine Wellness-Kur. Meine Kater bringen mich auf ihre eigene Frequenz, weil sie keine Hektik und keinen Termindruck kennen. Sie erinnern mich daran, dass ich zum größten Teil auch ein Tier bin. Ein Tier, welches die Sonnenstrahlen genießt, sich gerne stundenlang pflegt, viel schläft und sich immer aufs Essen freut. Das Leben mit Katzen verändert einen, wie das Leben am Meer. Weil beide – die Haustiere und das Meer uns wieder zu dem bringen, was wir im Alltag oft verlieren. Zur Ruhe und zu sich selbst. Ist das nicht der einfachste Weg glücklich zu werden?

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