Wenn ich an den letzten Urlaub denke, dann ist meine glücklichste Erinnerung nicht das Meer, wonach ich absolut süchtig bin und nicht mal Mykonos, obwohl ich mich so gefreut habe meine Lieblingsstadt wieder zu sehen. Mein schönstes Erlebnis war eine kleine rote Katze, eigentlich noch ein Katzenbaby und die wunderbare Freundschaft, die zwischen uns entstanden ist. Es ist schwer zu sagen, ob die Freundschaft von der Katzenseite stark an Milch und Wurst orientiert war, die ich ihr täglich mitgebracht habe. Es ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass ein kleines Wesen, das von der Größe in eine meiner kleinsten Handtaschen passen würde, mir eine riesige Menge Glück geschenkt hat. Warum eigentlich machen Katzen uns so glücklich?

Kaum waren wir in unseren Hotelbungalow eingezogen, stand ein Gast vor der Tür: klein, flauschig, mit rotem Fell und leuchtenden grünen Augen. Eigentlich gibt es in Griechenland massenweise Katzen, aber diese war eine ganz besondere. So zutraulich und verschmust wie es von einer Straßenkatze nicht zu erwarten ist. Wir haben sie in unseren Bungalow reingelassen und sie hat sofort den Raum inspiziert, sich auf dem Bett breit gemacht und geschnurrt wie ein Traktor. Unsere drei Herzen sind geschmolzen und ab dann ging es nur noch darum, frische Milch und Wurst vom Frühstücksbüffet in den Bungalow reinzuschmuggeln. Das Hotelpersonal hat sich wahrscheinlich gewundert, warum plötzlich Milch und Wurst in industriellen Mengen von der Theke verschwinden. Aber unsere Katze war nicht satt zu kriegen und hat einen Tag später noch zwei Geschwister mitgebracht. Unser Katzenparadies war vollständig!

GLÜCKLICHES SCHNURREN IN MEINEM ARM

Die Katze hat uns überall auf dem Hotelgelände begleitet. Als wir vom Strand zurückkamen, saß sie schon vor der Tür und hat gewartet bis wir die Tür aufsperren. Nachts hat sie auf unserer Terrasse übernachtet und uns morgens mit fröhlichem Miauen begrüßt. Wenn wir abends zum Essen im Hotel geblieben sind, war die Katze natürlich auch da. Sie kletterte mir auf den Schoß, dann hoch auf die Schulter, dann wieder runter auf den Schoß und saß das ganze Abendessen bei uns. Es war zu erwarten, dass ich bei einem so süßen Wesen sämtliche Regeln über Bord werfe – ich habe das Kätzchen gleich am Tisch mit leckersten Stückchen gefüttert und danach ihr glückliches Schnurren in meinem Arm genossen. Natürlich haben wir oft darüber nachgedacht den neuen Freund nach Hause mitzunehmen. Aber wäre die kleine Katze in einer Großstadt, in einer Wohnung ohne Garten glücklich geworden? Wohl kaum. Ihre Welt war hier – am Meer, im Hotel, in Freiheit.

DAS GROSSE GESCHENK VON EINEM KLEINEN KATZENBABY

Ich konnte mir es nicht erklären, warum diese kleine rote Katze mich so glücklich gemacht hat. Vielleicht weil sie mich mit ihrer Art zurück zu meiner eigenen Natur geführt hat? Wir Menschen sind so verkopft, dass wir die einfachen Freuden des Lebens manchmal vergessen. In der Sonne liegen, sich riesig auf das Essen freuen, spielen, wenn man Lust hat, schlafen, wenn man müde wird. So frei, wie diese Katze in ihrem Leben war, habe ich mich auf einmal auch gefühlt. Das war das große Geschenk von diesem kleinen flauschigen Katzenbaby an mich: die Unbefangenheit, die Freiheit das zu tun, was man möchte, selbst wenn das nur auf die Urlaubszeit beschränkt bleibt. Die kleine rote Katze hat mich daran erinnert, dass man klein sein und der Welt trotzdem vertrauen kann – so wie sie uns von Anfang an vertraut hat. Sie hat mich an ein paar wichtige Dinge erinnert, die ich in meinem menschlichen Dasein fast vergessen habe und auch daran, dass ich selbst eigentlich mehr Katze bin, als Mensch.

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