Kennt ihr das – ich wacht auf, weil euer Schafzimmer bis zur letzten Ecke mit Sonnenstrahlen überflutet wird? Ihr könnt nicht mehr weiterschlafen, weil ihr euch schon total auf den neuen Tag und das Abenteuer freut. Ihr steht auf, macht die Balkontür auf und das Leben strömt in euer Zimmer: Vogelgezwitscher, Duft von frischgebackenen Croissants aus der Bäckerei unten und angenehmes Stimmengewirr vom Flohmarkt, gemischt mit Fado Musik, weil jemand eine alte Platte aus den 30-er Jahren aufgelegt hat. Möchtet ihr auch so aufwachen? Kommt mit nach Lissabon, ich zeige euch, wo man das findet!

SICH ALS INSIDER FÜHLEN

Jedes Jahr im Januar oder spätestens im Februar fliegen wir von München nach Lissabon um dort ein paar Tage zu verbringen. Aber nicht in einem Hotel, obwohl ich jede Menge gute Hotels in Lissabon kenne. Jedes Jahr mieten wir eine Wohnung in der Alfama, einem der ältesten Stadtviertel Lissabons. Wir wählen bewusst kein Hotel, sondern nehmen uns eine Wohnung, um das Gefühl zu verstärken, wir würden wirklich in Lissabon wohnen. In den Hotels fühle ich mich immer wie eine Touristin auf der Durchreise. Und nur in einer Wohnung fühle ich mich wie eine Einheimische. Als ob ich hier tatsächlich leben würde.

Dieses mal haben wir ein Apartment im Casa dell’Arte gemietet, in einem schönen Club House mit Blick auf das Nationale Pantheon und den ältesten Flohmarkt Lissabons – Feira da Ladra, der gerne von Nostalgikern aus der ganzen Welt besucht wird. Der Flohmarkt existiert unglaublicherweise schon seit 1272 und ist etwas absolut besonderes. Früher mochte ich keine Flohmärkte. Ich dachte, dass ich selbst schon genug alten Kram im Keller habe, wofür brauche ich da noch den Kram von anderen Leuten? Aber als ich zum ersten Mal den Feira da Ladra besucht habe, habe ich mich in diesen Flohmarkt einfach verliebt!

DER ÄLTESTE UND BERÜHMTESTE FLOHMARKT VON LISSABON

Der Flohmarkt Feira da Ladra ist nicht nur ein Teil der Lissaboner Kultur, es ist ein Mysterium. Noch nie habe ich diesen Flohmarkt mit leeren Händen verlassen. Oft habe ich Schmuck oder einfach etwas zum Andenken mitgenommen. Einmal war das sogar ein abgesägter Teil eines Zauns aus Gusseisen, der jetzt die Wand in meiner Küche schmückt. Wenn es heute nach mir ginge, würde ich alle meine Koffer voll mit Flohmarkt-Käufen stopfen. Aber da ich eher ständig mit Übergewicht im Koffer reise, kaufe ich nur das, was in meinen überfüllten Koffer überhaupt noch reingeht. Letztes mal habe ich bei einer älteren Dame Ohrklips gekauft, die sie selbst wahrscheinlich noch vor 40 Jahren getragen hat. Schaut mal in meine portugiesischen Stories rein, da seht ihr die Ohrklips. Auf meinem Schminktisch habe ich auch andere Flohmarkt-Trophäen: ein Schach-Figürchen in Form von einem Seepferdchen und einen alten Fingerhut mit Emaille bemalt. Aber eigentlich kann man an diesem Flohmarkt die verrücktesten Sachen kaufen: uralte Telefonapparate, private Fotos aus dem 19. Jahrhundert, sogar eine freistehende Badewanne oder einen riesigen Buddha-Kopf, wie auf dem Foto unten.

Die Flohmarkt-Reihen sind mit Café-Tischen gemischt. Dort kann man ein leckeres Frühstück bestellen, in der Sonne sitzen, die Flohmarkt-Atmosphäre und den Blick auf den Fluss Tajo geniessen. Ich liebe es hier in einem von diesen Cafés zu sitzen, mir einen Kaffee zu bestellen und meine frischgekauften Flohmarkt-Trophäen anzuschauen. Und wenn ich dann eine Abwechslung brauche, dann fahre ich an einen der schönsten Strände Portugals – Praia do Guincho, 30 km von Lissabon entfernt. Genau an diesem Strand kann man am allerfrühesten in Europa die Strandsaison eröffnen und genau hier habe ich bereits im Februar schon meine erste Sonnenbräune bekommen!

Seid ihr Flohmarkt-Fans?

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