Ich habe vor gar nicht so langer Zeit einen Artikel veröffentlicht, in dem es um die Instagram Scheinwelt geht. Mein Blogpost ist für meine noch nicht so große Reichweite auf verhältnismäßig große Resonanz gestoßen. Offenbar ist es gerade ein heißes Thema in unserer Gesellschaft. Es beschränkt sich nicht nur auf Instagram, sondern hat eine deutlich weitergehende Relevanz. Es geht um Vorbilder und Einflüsse. Der Mythos von Bloggern und Influencern ist fast in der selben Zeit entstanden, wie die Blogger und Influencer selbst. Was ist eigentlich der Mythos Blogger und Influencer?

Mythos Blogger und Influencer: verzerrte Welt oder Inspirationsquelle?

Kennt ihr das – um 7 Uhr morgens völlig ausgeschlafen in einer perfekt eingerichteten Wohnung mit dem Blick auf New York aufzuwachen? Frühstücken an einem reichlich aufgedeckten Tisch voller Obst, Waffeln und mit einem Glas Champagner. Oder noch besser – das alles, aber an einem Pool. Nach dem ihr drei Kilo Beeren und zwei Kilo Waffeln gegessen habt, mit immer noch flachem Bauch spaziert ihr in die Badewanne, ebenfalls mit Blick auf die Großstadt. Und so zwischen Pool und Frühstückstisch verbringt ihr den Tag. Vielleicht lasst ihr euch noch Zöpfe flechten und trefft ein paar Freundinnen. Zwischendurch verspeist ihr eine Schachtel Macarons und schnuppert an einem Blumenstrauß. Kennt ihr das nicht? Natürlich kennt ihr das! Von Instagram, wovon den sonst!

Bildquelle: Instagram

So entsteht der Mythos über Blogger und Influencer. Ein Mythos über wunderschöne Frauen, die morgens bereits mit California Beach Locken aufwachen, ohne sich frisieren zu müssen. Die niemals müde oder krank sind. Und auf die es ständig Luxus-Handtaschen regnet. Was man dabei vergisst – es gibt immer eine andere Seite der Medaille. Blogger und Influencer die es besonders weit geschafft haben, werden aufgrund ihres Erfolges und ihrer Ausstrahlung bewundert. Dabei vergißt man, dass einem Charisma und Ausstrahlung nicht einfach so geschenkt werden. Und dass gerade im Äußeren perfekt aussehende Menschen auch mal dunkle Passagen in ihrer Geschichte haben. Ich kenne keinen Mensch, der eine so starke Ausstrahlung hat, und dafür keinen hohen Preis bezahlen musste. Charisma ist vielleicht das Teuerste, was ein Mensch erwerben kann. Und wenn man nicht nur die perfekte Fassade sieht, sondern auch einen realen, verletzlichen Menschen dahinter, verschwindet dann der Mythos?

Es ist nicht verkehrt auch eine menschliche Seite zu zeigen.

Ganz ehrlich, ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob Blogger und Influencer tatsächlich den jungen Menschen falsche Vorbilder liefern, wie es oft gesagt wird. Dafür ist die Influencer Geschichte noch zu jung, um die Auswirkungen bemessen zu können. Und die jungen Menschen sind noch zu jung, um aus deren Lebensweg irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen. Manchmal denke ich mir, es ist bestimmt nicht verkehrt, auch eine menschliche Seite zu zeigen, wie es Masha gemacht hat – sehr souverän und sehr selbstbewusst. Andererseits hat kein Influencer oder Blogger sich verpflichtet ein Vorbild für die Öffentlichkeit zu sein, wie es Verena schreibt.

Was ist, wenn heutige Instagrammer den jungen Menschen mehr Inspiration geben, als sie Schaden anrichten, dann war der ganze Aufruhr umsonst? Und was ist, wenn doch der ein oder andere Mensch sich später beklagt, dass sein Leben auf die schiefen Bahn geraten ist, weil Influencer XY ihre Gucci Bag ständig bei Instagram gepostet hat? Führen uns Macarons und Waffeln wirklich ins Verderben? Sind die schönen Blogger- und Influencer-Bilder eine verzerrte Welt oder eine Inspirationsquelle? Das sind alles Fragen, die noch offen bleiben. Was meint ihr dazu?

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