Wie stellt man Outfits zusammen? Gibt es bestimmte Regeln dafür? Diese Frage habe ich mir letztens gestellt, als ich in der typischen Nichts-zum-Anziehen-Laune vorm Kleiderschrank stand. Viele von euch kennen das auch: Der Kleiderschrank ist voll, es ist aber nichts zum Anziehen da. Vor allem in den Übergangszeiten, wie Herbst oder Frühling, verfalle ich öfter in diese Nichts-zum-Anziehen-Laune. Im Sommer habe ich meistens kein Problem damit ein Outfit zusammenzustellen: ich liebe Kleider, trage sie gerne und mache mir damit alles ziemlich einfach. Im Winter ist es auch nicht besonders schwer: es gibt meistens einen Wintermantel, höchstens zwei – und noch einen Anorak. Im Winter muss man sich warm einpacken, es gibt nicht so viel Spielraum zum stylen. Aber jetzt, im Herbst musste ich mir meinen Herbst-Look öfter überlegen und sogar eine Strategie entwickeln, wie ich die Outfits zusammenstelle.

1. REGELMÄSSIG DEN KLEIDERSCHRANK AUSMISTEN

Sachen, die wir nicht mehr mögen, nehmen Platz im Kleiderschrank weg und geben uns das Gefühl, dass wir recht viel zum anziehen haben. Dabei kann man von der ganzen Menge höchstens 20% anziehen, der Rest sollte einfach aus dem Kleiderschrank raus! Räumt alles Weg, was euch nicht anspricht oder worauf ihr keine Lust in dieser Saison habt.

2. NICHT ALLES WEGSCHMEISSEN

Manchmal habe ich keine Lust ein bestimmtes Kleidungsstück zu tragen. Weil ich es zum Beispiel schon zu lange getragen habe. Wenn ich meinen Kleiderschrank ausmiste, sehe ich oft solche Kleidungsstücke. Ich schmeiße sie nicht weg, verschenke und verkaufe sie nicht – stattdessen werden sie zusammengelegt und in die Kartons ganz oben auf dem Kleiderschrank verbannt. Bis ich wieder Lust bekomme sie zu tragen. Allerdings: so können auch zwei Jahre vergehen, bis es passiert 🙂 Am besten funktioniert das mit den qualitativ hochwertigen, zeitlosen Items von renommierten Marken, denen zwei Jahre im Karton nichts ausmachen. Klassiker sehen immer gut aus.

3. EIGENEN STYLE DEFINIEREN

Das braucht Übung. Früher hatte ich gar kein Gefühl für meine Outfits – ich habe einfach das angezogen, was ich gekauft habe. Und ich habe nach Lust und Laune gekauft, ohne zu überlegen, ob die einzelne Stücke zusammenpassen. So hatte ich oft den Kleiderschrank voll, ohne dass man das einigermaßen miteinander kombinieren konnte. Heute mache ich den Fehler nicht mehr. Einzelne Teile aus meinem aktuellen Herbst-Look kann ich gut mit anderen Sachen anziehen. Zum Beispiel den Poncho (statt mit der zerrissenen Mom Jeans) mit der schwarzen wachsbeschichteten Jeans oder die Bikerjacke mit dem Sommerkleid.

4. NUR KOMBINIERBARE TEILE KAUFEN

Es gibt Sachen, die mich faszinieren, die ich aber nicht tragen kann und schon mal gar nicht kaufen sollte. Zum Beispiel habe ich mir lachsfarbene High Heels aus Schlangenleder-Imitat gekauft. Klingt spannend, stimmt’s? Nur konnte ich sie leider nicht kombinieren – sie haben weder farblich noch stylisch zu meiner restlichen Garderobe gepasst. Eigentlich auch, weil ich mich in Boots wohler fühle als in Heels. Noch ein Beispiel: ein Rock mit Glitzer, auch ein Fehlkauf. Der Rock war an sich absolut wunderschön, solange ich ihn nicht anhatte. Im Rock fühlte ich mich wie ein glitzernder Weihnachtsbaum. Solche Fehlkäufe mussten den Kleiderschrank leider auch verlassen! Im Idealfall lassen sich alle Teile aus dem Kleiderschrank miteinander kombinieren.

5. DEM BAUCHGEFÜHL VERTRAUEN

Ich finde den Style dann perfekt, wenn ich mich in den Sachen wohlfühle. Das ist eigentlich das Entscheidende: das Gefühl. Manchmal bin ich etwas frecher drauf, dann trage ich gerne den roten Pulli und Hosenträger. Und manchmal habe ich ein Bedürfnis nach Ruhe, vor allem nach einer stressigen Phase. Dann fühle ich mich in einem beigen Pullover und einer Mom Jeans absolut wohl. Und manchmal weiß ich überhaupt nicht, was ich anziehen soll. Dann hilft nur eins. Die Augen schließen und in sich reinhören: wie bin ich jetzt drauf? Was tut mir gut? Genauso ist auch mein aktueller Herbst-Look entstanden.

Wie stellt ihr eure Outfits zusammen?
Und wie findet ihr meinen Herbst-Look?

Herbst Look Poncho Mom Jeans La Blonde Blog

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Herbst Look Poncho Mom Jeans La Blonde Fashion Blog München

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MEIN HERBST-OUTFIT

Poncho Cinque hier
Mom Jeans Superdry hier
Sneakers Nike hier
Sonnenbrille Dolche & Gabbana hier
Tasche Zara hier

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